CSD 2020 – Anders, aber nicht weniger WICHTIG!

CSD heißt: Sich engagieren, sich zeigen, Kämpfen! Gemeinsam für etwas einstehen. Eine politische Botschaft an all diejenigen transportieren, die die Rechte von LSBTIQ* missachten. Sich für die stark zu machen, die ihre sexuelle Identität verstecken müssen. All diejenigen  zusammenbringen, die nicht offen und selbstbewusst mit ihrer Sexualität oder geschlechtlichen Identität umgehen und diese leben können.

Mit den aktuellen Bekanntmachungen der Bundesregierung ist es amtlich: 2020 werden keine Großveranstaltungen stattfinden. Für den CSD Deutschland e.V. heißt das, dass wir jetzt erst recht Mittel und Wege schaffen müssen um für uns, die Community da zu sein.
Seit mehr als 50 Jahren gehen Lesben, Schwule, Bisexuelle, Inter* sowie Trans*Menschen, Queere und viele mehr auf die Straßen und zeigen Jahr für Jahr, dass es mehr als Mann und Frau und ein von Heteronormativität geprägtes Alltagsleben gibt.  

 

Community. Solidarität. Diversität.

Deutschlands größte Bürger*innenbewegung, die CSD’s, sind von den Einschränkungen durch das Coronavirus und allen damit verbundenen Einschränkungen betroffen. 

In Zeiten von Covid-19 und den damit verbundenen Verschiebungen und  Absagen von Veranstaltungen, Christopher Street Days und Prides, ist der Leitsatz des CSD Deutschland e.V. aktuell. Aktueller denn je sogar.
Eine Demonstration durchzuführen ist nahezu unmöglich. Auch wenn erste Stimmen zur vehementen Durchsetzung des Demonstrationsrechts laut werden, so möchten wir nochmals auf unsere Aussage von vor zwei Wochen verweisen: 

Die Gesundheit der Bevölkerung steht hier im Vordergrund und bestimmt das Handeln. Wir sind uns unserer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst und rufen unsere Community auf: Bleibt zu Hause und meidet physische Kontakte, wo immer es geht! Nur indem wir jetzt alle vernünftig und verantwortungsbewusst agieren, erhöhen wir die Chance, diese Krise so glimpflich wie möglich durchzustehen – um danach wieder umso verbundener und aktiver auf die Straße gehen zu können.

Gemeinsam mit mehr als 50 Mitgliedsvereinen arbeiten wir derzeit an Alternativen, wie jeder CSD im Einzelnen seine Community vor Ort erreichen kann.
Ob Terminverschiebung, online oder aber mit ganz neuen Ideen, schauen wir nach vorn und finden gemeinsam Möglichkeiten, die LSBTIQ* Community zusammenzubringen. 

Keine CSD’s 2020 – Wie geht es weiter:

Der CSD Deutschland e.V. steht auch weiterhin mit allen CSD-Vereinen und -Gruppen im engen Austausch, um das weitere Geschehen zu beobachten und gemeinsam Entscheidungen zu treffen, wie die CSD-Saison 2020 in Deutschland ausschauen wird und kann.

Klar ist, dass mit dem Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August, eine Vielzahl der CSD’s in Deutschland ausfallen oder zumindest verschoben werden muss. Alle Terminänderungen werden hierzu auf der Homepage des CSD regelmäßig aktualisiert. 

Klar ist auch, dass einige Vereine eine Verschiebung nicht umsetzen können. Sei es aus terminlichen Gründen oder finanziellen Ausfällen.
Hier müssen wir in den kommenden Wochen gemeinsam schauen, welche Möglichkeiten es gibt, um Insolvenzen abzuwenden und einen Fortbestand der CSD-Vereine garantieren zu können. 

Wir alle sind der Meinung: Die Community muss weiterleben.

Auch wenn wir in diesem Jahr nicht wie gewohnt auf den Straßen und Plätzen demonstrieren können, so sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber der LSBTIQ*-Community bewusst und lassen sie nicht allein. 

Wir finden Wege, uns bemerkbar zu machen. Versprochen!
Welche Aktionen von den jeweiligen CSD Vereinen angeboten werden, erfahrt ihr in den kommenden Wochen bei uns und auf den Seiten der CSD’s direkt. 

Wir sehen uns. Wir sehen euch. Wir sehen dich!

Let´s have another PRIDE-Season!

Anmerkung:
Derzeit werden alle Ausweichtermine sowie Ausfälle auf unserer Homepage gelistet und wöchentlich aktualisiert. Zudem sind alle Termine in unserem Veranstaltungskalender sowie im immer wieder aktualisierten Facebookpost zu finden. 

 

Die aktuelle Presseinformation vom 25. April 2020 zum Download.