Während der Kanzler und die gesamte Bundesregierung Gesprächsangebote weiterhin ignorieren, haben sich jedoch Bundespräsident Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender zu Wort gemeldet.

DEMOKRATIE GEHT UNS ALLE AN!

Beide hatten er den CSD Deutschland e.V. in Vertretung für die gesamte deutsche Pride Bewegung zum Bürgerfest nach Bonn eingeladen.
Bei dieser Veranstaltung geht es dem Staatsoberhaupt gezielt um die
Würdigung ehrenamtlichen Engagements.
Doch der Bundespräsident wollte nicht nur das Engagement der tausenden von queeren Aktivisti anerkennen. Er sprach uns vor Ort auch persönlich nochmal seine Solidarität aus. Er betonte, dass das Attentat der gesamten queeren Community jedoch auch den Werten und dem demokratischen Grundverständnis unseres Landes galt.
Der Einsatz für Menschenrechte und Selbstbestimmung sei eben eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sollte keineswegs nur auf unseren Schultern liegen.

Auch wenn diese Einladung und die ausgedrückte Solidarität zwar eher symbolischen Charakter haben, so nehmen wir sie doch dankbar an. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung bei unseren Themen derzeit mit Schweigen und weiteren Kürzungen von Fördermitteln auffällt.
Der Kampf unserer Community wird nicht nachlassen. Allen Anfeindungen von Extremisten jeglicher Prägung zum Trotz, werden wir als CSDs weiter machen. So ist auch der Termin des CSDs in Berlin für 2027 bereits festgelegt worden!

Wir werden auf die Straßen und Plätze gehen. Wir werden sichtbar, laut und unbequem bleiben. Wir werden uns mit anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen unterhaken und uns dem Erstarken auch des politischen Rechtsextremismus entgegenstellen.

Auch, um uns dafür zu wappnen, treffen wir uns als Bundesverband der deutschen CSDs vom 16.-18. Oktober in Recklinghausen.

Unser Motto dieses Jahr: Jetzt erst recht!