Ein Nein braucht Mut.
Trump, Höcke, Meloni, Orban. Es sind Namen, die uns zusammenzucken lassen. Es sind Namen, die für eine Zweiklassen-Menschheit stehen: die „Richtigen“ und die „Falschen“. Das wir als LGBTIQ+ zu den Falschen gehören, daran lassen sie keinen Zweifel.
Wenn wir mit queeren Menschen zusammen sind, dann kommt immer vermehrt ein Thema auf: Wohin könnte man auswandern?
Doch auswandern? Wenn wir genauer hinschauen, dann sind sie vor allem sehr laut. Sie provozieren, sie verschieben die Grenzen des Sagbaren. Sie schüren Angst. Auswandern jedoch bedeutet weglaufen. Weglaufen macht den Weg frei. Vielleicht ist es genau das, was sie wollen. Weil sie wissen, dass sie am Ende nicht für eine Mehrheit sprechen. Der Faschismus kam nicht als Basisbewegung an die Macht. Er hat sie sich durch Angst und Gewalt gegriffen und dann die Mittel der Macht gegen die Mehrheit eingesetzt.
Zeigen wir Mut. Zeigen wir, dass dies unser Land ist und das wir in einer anderen Gesellschaft leben wollen. Denn dafür stehen wir mit dem Christopher-Street-Day. 1969 sagten queere Menschen laut: Nein!
Ohne irgendeinen Verdienst schmälern zu wollen, sagten es kraftvoll Menschen aus dem ganzen queeren Spektrum. Trans*, Bi- und Homosexuelle genauso wie Männern, Frauen und Menschen zwischen diesen Polen.
Sie sagten Nein. Ein Nein, dass wir aufgreifen. Sagen wir Nein zu dieser ausgrenzenden Denkweise voller Angst. Angst vor allem, was nicht so ist, wie man selbst. Was nicht so ist, wie sich manche die Menschheit wünschen: Weiss und mit zwei klaren Schubladen.
Sagen wir gemeinsam Nein! Als LGBTIQ+! Nebeneinander.
Ein:e Jede:r von uns hat doch im Leben erfahren, was es bedeutet, Minderheit zu sein. Wieso sollten wir darauf reinfallen, unser Leid gegeneinander aufzurechnen? Sind wir bessere Menschen? Bestimmt nicht. Sind wir alle frei von Fehlern? Keineswegs. Doch genau dafür kämpfen wir doch. Das wir uns gegenseitig so akzeptieren.
Sagen wir als eine Community Nein!
Zeigen wir Mut und gehen wir raus. Auf die Straße, auf die Plätze. Laut und stark, doch voller Leben und Freude. Lasst uns lachen, wenn uns zum Weinen ist. Hören wir einander zu und machen uns Mut.
Dafür steht der CSD!
Dafür kämpfen wir in fast 250 Orten dieses Landes.
Sei dabei. Hack dich unter.
Und sage mit uns Nein.
Happy Pride wünscht der CSD Deutschland e.V.