Der CSD Deutschland stellt vor: CSD Frankfurt e.V.

Der Christopher Street Day in Frankfurt wird seit 1992 konstant begangen, zunächst durch den Zusammenschluss von Frankfurter Community-Vereinen, später dann von Rainer Gütlich und der Gütlich event GmbH. Er hat dem CSD, zusammen mit Anika Pilger, die heute im Vorstand des CSD ist, seinen unverkennbaren Stempel aufgedrückt. Kern seines CSDs war die Schweigeminute, inspiriert von dem Schrecken des Sterbens vieler seiner Freunde an AIDS. Hieraus resultiert auch die bis heute bestehende enge Zusammenarbeit mit der Aidshilfe in Frankfurt.

CSD Frankfurt e.V. – Grenzen überwinden. Brücken schlagen.

Seit seinem 20. Bestehen 2012 wird der CSD von einem Verein, dem CSD Frankfurt e.V., veranstaltet. An drei Tagen im Juli bietet er eine Plattform für die LSBTI*-Community in Form von Vorträgen, Diskussionen, Kunst und Kultur auf einer großen Hauptbühne und der kleineren Politik- und Kulturbühne. Der Kern des CSD ist nach wie vor der Samstag, der mit einer Demonstration beginnt, gefolgt von Kundgebungen und Diskussionen mit Politikerinnen und Politikern, und schließlich mit der Schweigeminute endet um dann ins Abendprogramm zu führen. Künstlerinnen und Künstler aus Frankfurt Deutschland und der ganzen Welt begleiten die Community und alle, die mit uns feiern wollen dann in den Abend.

Der CSD wird am Wochenende von einer großen Zahl Partys, die von Frankfurter Partymacherinnen und Partymachern veranstaltet werden, begleitet. Ebenso finden in den vier Wochen vor dem CSD die Prideweeks statt. Hier zeigt die Community, was sie kann, veranstaltet eigens für diese vier Wochen kreierte oder auch ständig stattfindende Events, die auf den Medien des CSD Frankfurt veröffentlicht werden.

Stöckelschuhlauf zum CSD Frankfurt

Die Stadt Frankfurt unterstützt den CSD seit 2013 durch einen Empfang der Community im Rathaus von Frankfurt, dem Römer, und seit 2017 auch finanziell.

Der Frankfurter CSD ist mit geschätzten 150.000 Besuchenden das größte Community-Event in Hessen, eines der großen Outdoor-events in Frankfurt und hat sich trotzdem seine familiäre Atmosphäre bewahren können. In aller Regel findet er am dritten Wochenende auf der Konstablerwache im Herzen Frankfurts statt und wir heißen alle herzlich willkommen, den CSD durch Ihre Anwesenheit und Engagement zu bereichern.

„Meine Identität ist nicht verhandelbar“

Das diesjährige Motto – „Meine Identität ist nicht verhandelbar“ – zielt auf die Attacken aus den konservativen Lagern ab, nach wie vor bestimmen zu wollen, was normal ist und was nicht. Das betrifft zum Beispiel den Begriff Familie, die nach deren Aussage aus Vater, Mutter und Kind zu bestehen, aber auch die Geschlechtsidentität, die sich nach deren Dafürhalten nach dem äußeren Geschlecht zu richten hat (Stichwort „Genderwahn“). Zwar können wir Erfolge in den letzten Jahren verzeichnen, sei es die Ehe für alle oder auch die Einführung eines dritten Geschlechts. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Kräfte gibt, die darauf bedacht sind, diese Erfolge zu relativieren und zu unterlaufen. Zudem gilt es, die rechtliche Lage für Transmenschen weiter zu verbessern. Das Motto werden wir mit einer Kampagne unterstützen, die ihm vor allem in den sozialen Medien Ausdruck verleihen wird. Außerdem wird es auf dem CSD im Juli auf unseren Bühnen und natürlich auf der Demo thematisiert.

Weitere Infos zum CSD, zum Demoverlauf, der sich in diesem Jahr etwas ändern wird, finden sich auf der Webseite der Veranstaltung, www.csd-frankfurt.de. Hier werden auch aktuelle Änderungen berücksichtigt.


In unserer neuen Rubrik: „Der CSD Deutschland stellt vor“ stellen wir in unregelmäßigen Abständen unsere Mitglieder-Vereine vor. Die hier veröffentlichten Beiträge sind von den jeweiligen Mitgliedern selbst verfasst und zur Veröffentlichung freigegeben. Das Urheberrecht für Bildmaterial in den Beiträgen liegt bei den jeweiligen Vereinen. Der CSD Deutschland e.V. hat die Nutzungsrechte übertragen bekommen.